Unsere begleitete Usbekistan-Gruppenreise führte uns im Mai 2022 entlang der alten Seidenstraße zu den großen Kulturstädten Zentralasiens: Taschkent, Samarkand, Buchara und Chiwa. Zwischen prachtvollen Medresen, Moscheen, Mausoleen, Basaren, Wüstenlandschaften und herzlicher Gastfreundschaft erlebten wir ein Land voller Geschichte, Farben und orientalischer Atmosphäre.
Mit persönlicher Reisebegleitung, örtlicher Reiseleitung, Haustürabholung und vielen gemeinsamen Eindrücken wurde diese Reise zu einem besonderen Erlebnis zwischen Seidenstraße, 1001 Nacht und usbekischer Gastfreundschaft.
| Auf einen Blick | Usbekistan-Reise 2022 |
|---|---|
| Reisezeit | 11.05.–20.05.2022 |
| Reiseart | Begleitete Gruppenreise / Kulturreise |
| Route | Taschkent, Samarkand, Buchara, Chiwa |
| Höhepunkte | Registan-Platz, Gur-e Amir, Bibi-Khanum-Moschee, Schah-e Sende, Ark-Zitadelle, Labi-Hauz-Komplex, Altstadt von Chiwa |
| Besonderheit | Seidenstraße, orientalische Baukunst, Basare, Wüstenlandschaften, Gastfreundschaft und Haustürabholung |
Die Reise begann für alle sehr komfortabel per Haustürabholung. Nach der kleinen Rundreise durch den Kraichgau sind wir am Terminal komplett eingetroffen.
Trotz zwanzigminütiger Verspätung, landeten wir am Flughafen Atatürk rechtzeitig, sodass uns die Zeit zum Umstieg reichte.
Nach einem kurzweiligen Flug, während dessen wir von der Crew umsorgt wurden, landeten wir in Taschkent, unserem ersten Ziel der Reise.
Die Erledigung der Einreiseformalitäten erfolgte relativ schnell und direkt danach ging es zu unserem Hotel „Asia“
Vor der Tür wartete schon ungeduldig Reiseleiter Ruslan und unser Busfahrer, die uns zu unserem Hotel brachten.
Wir durften unsere Zimmer gleich beziehen, nach einer kurzen Erholungspause und dem Frühstück, ging es direkt weiter mit der Stadtrundfahrt. Wir erhielten den Überblick über die nach dem Erdbeben von 1966 wieder aufgebaute Stadt, in der Tradition und Moderne miteinander verschmelzen. Wir besuchten viele islamische Baudenkmäler, Imam-Komplex mit der Barak-Khan-Medrese und Kaffali-Schasch-Mausoleum. Wir spazierten über den Platz der Unabhängigkeit, betrachteten das Opernhaus von außen und besuchten den orientalischen Basar. Bei einem Einkaufsbummel lernten wir das moderne Taschkent kennen und fuhren mit der Metro, die 1977 eröffnet wurde und damit die erste U-Bahn Zentralasiens war.
Direkt nach dem Frühstück starteten wir mit dem Schnellzug in die Hauptstadt Timurs Reiches – Samarkand. Sie galt als eine der schönsten Metropolen der Erde.
Zuerst ging es zu dem Registan-Platz, mit drei rechtwinklig einander zugeordneten und kunstvoll verzierten Medresen. Der Mongolenherrscher Timur errichtete so inmitten der Stadt ein Handels- und Handwerkszentrum, wie es sich für einen Knotenpunkt zwischen Orient und Okzident am Rand der großen Seidenstraße gehörte. Wir besuchten die Grabstätte Timurs Lenks Mausoleum Gur-e Amir, von der wir sehr beeindruckt waren.
Anschließend ging es zur Moschee von Bibi Khanum, die im 14. Jahrhundert eines der größten Bauwerke ihrer Art in der islamischen Welt war und gehört heute noch zu den bekanntesten Denkmälern Samarkands.
Nach einem Bummel durch die Basargassen, ließen wir den Abend in einer Karawanserei ausklingen.
Die Übernachtung war im Hotel Konstantin.
Der Tag begann mit der Besichtigung der antiken Stadt Afrosiab, dem Vorläuferort Samarkands. Sie wird heute durch eine Ansammlung von grau-gelben Hügeln repräsentiert. Hier wurde uns über die sogdische Geschichte und Kultur aus dem 6.-8. Jahrhundert erzählt.
Besonders wertvoll sind die Wandbilder der Ausgrabungen.
Nachdem wir das Museum verließen, führte uns unser Reiseleiter Ruslan zur Schah-e Sende – eine Straße voller Mausoleen!
An den Gräbern ist die Entwicklung der Kachelarbeiten über die Jahrhunderte gut nachzuvollziehen. Die Farben Blau, Grün und Türkis herrschen auch hier vor. Die Decken sind ausgemalt oder komplett mit Fliesen bedeckt. Manche Gräber beinhalten Wandgemälde oder Stuckmalereien.
Gräberstadt Schah-e Sende in Samarkand – unglaublich, beeindruckend, einfach schön.
Genauso interessant ist das Ulugbek-Observatorium. Es ist eines der wichtigsten Observatorien der Welt des Mittelalters und befindet sich zwei Kilometer vom Zentrum der Stadt. 1908 waren die ersten Ausgrabungen hier.
Bevor es weiterging in ein Privathaus, wo wir usbekische Gastfreundschaft erlebten, fuhr uns unserer Busfahrer zusammen mit Ruslan in das Theater, wo wir ein unvergessliches Eintauchen in die Welt der leuchtenden Farben und historischen Bilder erlebten.
Das Theater befindet sich im Zentrum von Samarkand in einem historischen Gebäude und bietet Platz für 100 Zuschauer und hat ein gemütliches Café mit dem guten Kaffee und Desserts.
Das heutige Abendessen war außergewöhnlich! Wir waren bei der einheimischen Familie zu Gast, wo wir nationale Gerichte verkosteten und erlebten die Wärme des usbekischen Volkes.
Gestärkt durch das gute Frühstück ging es weiter Richtung Buchara.
Wir fuhren zum Timurs Geburtsort – Schar-e Sabs, der bereits im dritten Jahrhundert vor Christus gegründet wurde. In der Altstadt besuchten wir die Ruinen des eindrucksvollen „ Weißen Palastes“ Ak Serai, die Gök-Gumbas Moschee und die herrlichen Mausoleen. Anschließend erwartete uns die lange Fahrt durch die Wüste nach Buchara.
Am späten Abend kamen wir im Hotel Fatima in Buchara an.
Die ausführliche Besichtigung begann in der Zitadelle Ark, einstiger Regierungssitz und Palast der Herrscher von Buchara, die sich auf einem Hügel inmitten der Stadt befindet.
Wir entdeckten das Wahrzeichen der Stadt, das Minarett Kalan, die gleichnamige Moschee und die sich anschließende Medrese Mir-e Arab.
Am Nachmittag besuchten wir einen der wichtigsten Handelsplätze des alten Buchara, den Labi-Hauz-Komplex. Die sehr ansprechende architektonische Komposition verdankt ihren Namen einem Wasserbecken, in dem sich die Fassaden der monumentalen Bauwerke spiegeln.
Nach dem Frühstück ging es weiter!
Wir besuchten das Grabmal der Samaniden – ein kleiner Bau, dessen reine Ziegelornamentik und schlichte Form gerade deshalb so beeindruckend sind – und anschließend das Mausoleum Chashma Ayub.
Das Haus des Kaufmanns Khodjaev zeigt uns wie wohlhabende Kaufleute und Händler vor 100 Jahren in Buchara wohnten und dient heute als Museum.
Im Westen Usbekistans fuhren wir durch die Steppen- und Wüstenlandschaft in die Stadt Chiwa. Bei einem kurzen Aufenthalt bei einer Familie in einem Dorf, erlebten wir wieder die usbekische Gastfreundschaft und landestypisches Essen sowie den Tee. Ab da ging es weiter. Unser Mittagessen hatten wir in einem Restaurant inmitten der Wüste.
Am Abend erreichten wir die Stadt Chiwa und übernachteten im Hotel Arkanchi.
Durch die Lage am Verbindungsweg zwischen Indien und Europa kam Chiwa stets eine strategische Bedeutung zu. Enge Gassen, Häuser aus ungebrannten Ziegeln, reich verzierte Moscheen, Koranschulen, Mausoleen und Paläste bestimmen noch heute das Stadtbild.
Wir besuchten eine faszinierende Altstadt, die mit ihren rund 50 Baudenkmälern von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt wurde.
Das Abendessen fand in einem einheimischen Restaurant im Zentrum von Chiwa statt.
Nach dem Frühstück nahmen wir Abschied von Chiwa und fuhren direkt zum Flughafen in Urgentsch. Ab da ging es Richtung Heimat, wo uns in Frankfurt unser Fahrer wieder abholte.
Das wunderschöne Usbekistan mit seinen freundlichen Menschen wird uns immer in Erinnerung bleiben.
Diese Reise führte uns zu den großen Kulturstädten der alten Seidenstraße: Taschkent, Samarkand, Buchara und Chiwa. Besonders beeindruckend waren die prachtvollen Medresen, Moscheen und Mausoleen, die leuchtenden Farben der Kacheln, die lebendigen Basare und die weiten Landschaften zwischen den Städten.
Neben den berühmten Bauwerken bleiben uns vor allem die Begegnungen mit den Menschen in Erinnerung: die herzliche Gastfreundschaft, das gemeinsame Essen in privaten Häusern und die vielen Eindrücke unterwegs. Usbekistan zeigte sich als faszinierendes Reiseland voller Geschichte, Farben und orientalischer Atmosphäre.
Diese Reise wurde begleitet von:
Julia Heinz
Reisebegleiterin
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